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Geschäftsbericht 2006
. Gemeinsam für mehr Sicherheit auf unseren Straßen Die Landesverkehrswacht Bayern dankt allen Freunden, Förderern und Sponsoren, besonders - den in der Verkehrssicherheitsarbeit engagierten bayerischen Politikern und Ministerien; . Vorwort
. In diesem Geschäftsbericht informiert die Die bayerischen Verkehrswachten können stolz auf ihre Leistungen des vergangenen Jahres sein, denn die Verkehrssicherheit auf unseren Straßen macht Fortschritte. Noch nie waren die Verkehrsunfallzahlen in Bayern so niedrig wie im vergangenen Jahr. Die Mitglieder der Verkehrswachten haben mit ihrem hohen ehrenamtlichen Engagement daran mitgewirkt, dass die positive Unfallentwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt wurde. Es zeigt sich, dass es sehr wohl möglich ist, etwas gegen die Toten und Verletzten im Straßenverkehr zu unternehmen und dass sich ehrenamtlicher Einsatz lohnt. Die bayerischen Verkehrswachten haben im vergangenen Jahr nicht alles Wünschenswerte umsetzen können. Die im Vergleich zu früheren Jahren angespannte finanzielle Lage ist der Grund dafür. Trotz mancher Schwierigkeiten haben sich die Verkehrswachten 2006 aber nicht entmutigen lassen und sich weiter für die gute Sache und das Gemeinwohl eingesetzt, wie die Zahlen der folgenden Seiten eindrucksvoll zeigen. Ich hoffe, wir werden gemeinsam die gute Arbeit 2007 und in den kommenden Jahren fortsetzen können. Horst Schneider Präsident der Landesverkehrswacht Bayern e.V. . . Unfallzahlen Bayern 2006 . Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern .
. Die guten Zahlen sind hart erarbeitet worden. Der ehrenamtliche Einsatz hat sich gelohnt, denn jeder Verkehrstote und jeder Verletzte ist einer zuviel. Die Verkehrswachten haben sich 2006 mit dem bisher Erreichten nicht zufrieden gegeben und werden dies auch 2007 nicht tun, denn selbst eine langjährig positive Entwicklung kann schnell wieder ins Negative umschlagen, wenn die Bemühungen nachlassen. . Jeder Verkehrstote ist einer zuviel!
Die bayerischen Verkehrswachten - aktiv für Ihre Sicherheit
. . Mitgliederversammlung . Die Jahresmitgliederversammlung 2006 der Präsident Horst Schneider stellte der Versammlung die Bilanz der Verkehrswachtarbeit vor und forderte von der Politik eine gesicherte und angemessene Grundfinanzierung für die ehrenamtliche Verkehrssicherheitsarbeit. Staatssekretär Jürgen Heike hielt die Festrede und dankte im Namen der Staatsergierung für die vielen erfolgreichen Projekte der Verkehrswachten. LVW Vizepräsident Wolfgang Schwamborn legte die besondere Bedeutung der Verkehrssicherheitsarbeit für die jüngsten Verkehrsteilnehmer dar. In der internen Versammlung wurde beschlossen, dass sich die Verkehrswacht einsetzt für
Die Veranstaltung war von der Verkehrswacht Ostallgäu hervorragend organisiert und ein großer Erfolg. . . Bayerischer Verkehrssicherheitspreis . Dank der Unterstützung der Versicherungskammer Bayern konnte der Bayerische Verkehrssicherheitspreis 2006 zum zwölften Mal verliehen werden. Die Einsendungen von Verkehrswachten, Schulen, Polizei, Initiativen und Verbänden zeigten die hohe Akzeptanz des Wettbewerbs. Staatssekretär Georg Schmid, LVW Präsident Horst Schneider und Walter Lechner, Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern konnten als Juroren aus einer Rekordzahl von Beiträgen die Wahl treffen. Der Bayerische Elternverband wurde mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Die Berufsschule Schwandorf und die Verkehrswacht Coburg erhielten die Preise 2 und 3. Weitere Anerkennungspreise gingen an Marlene Schlund und die Verkehrspolizei Augsburg. Walter Lechner, Mitglied des Vorstandes der Versicherungskammer Bayern, erhielt im Rahmen der Preisverleihung für seine besonderen Verdienste um die Verkehrssicherheitsarbeit das Ehrenzeichen der . . Programme der bayerischen Verkehrswachten: .
Verkehrssicherheit für Kinder Die bayerischen Verkehrswachten bemühen sich mit drei Programmen um die Verkehrssicherheit für Kinder im Alter von 3 - 6 Jahren. 1. „Kindergarten und Sicherheit“, das Landesprogramm zur Aus- und Fortbildung für das pädagogische Personal in Tageseinrichtungen für Kinder. Im Jahr 2006 wurden in diesem Programm 87 Veranstaltungen mit 2374 Teilnehmern durchgeführt. 2. „Kind und Verkehr“, ein Bundesprogramm für die Schulung der Eltern von Kindergartenkindern. In 150 ??? Veranstaltungen konnten die Verkehrswachten xxxxxxx Teilnehmer erreichen 3. Kindersicherheitstage als neues bundesweites Programm. 2006 wurde dieses neuartige Programm gestartet. Es ergänzt das bestehende Angebot der Verkehrswachten. Speziell fortgebildete Moderatoren führen in vorschulischen Einrichtungen Beratungsgespräche und Aktionstage durch. Für Bayern wurden bisher xxxx Moderatoren ausgebildet, die xxxx Veranstaltungen auf die Beine stellten. Die Referenten dieser Programme erhalten von der Landesverkehrswacht eine kontinuierliche Schulung und Weiterbildung. In den Regierungsbezirken fanden Seminare für die Elementarbereichsbeauftragten der Verkehrswachten statt. Die Verkehrswachten sorgten für die Verteilung der Merkblätter „Sicherheit der Kinder in Kindergartenbussen und Schulbussen“ und „Zur Sicherheit der Kinder auf dem Weg zum und vom Kindergarten“ an Eltern und Träger von Kindergärten und anderer vorschulischer Einrichtungen. Bei der Anschaffung von Verkehrserziehungsmaterial (Spiele, Roller und Medien) für Kindergärten engagierten sich Verkehrswachten in Bayern mit 35.500 €. Vielerorts wurden mit den Vorschulkindern Schulwegtrainings durchgeführt und die Puppenbühnen kamen zu Besuch.
Schulwegsicherheit - Schulwegdienste Im Mittelpunkt stand auch im vergangenen Jahr wieder die Beteiligung an der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule - Sicher nach Hause“, deren Hauptträger die Landesverkehrswacht ist. Im 37. Jahr ihres Bestehens konnte mit erprobten Veranstaltungen zum Schulanfang eine erfreuliche Resonanz in den Medien und der Öffentlichkeit erreicht werden. Unter anderem wurden Lehrerfortbildungen und Seminare mit den örtlichen Verkehrssicherheitsbeauftragten durchgeführt. Zur Schuleinschreibung haben viele Eltern der Erstklässler kostenlos ein Faltblatt „Aller Anfang ist schwer“ mit vielen Tipps zum sicheren Schulweg erhalten. „Nur bei Grün - den Kindern ein Vorbild“ lautet das Motto auf über 4.000 Hinweistafeln im Bereich von Verkehrsampeln, mit dem an die erwachsenen Fußgänger appelliert wird, unseren jüngsten Verkehrsteilnehmern ein Vorbild zu sein. Zeitgleich erinnern zum Schulbeginn über 1.900 Straßenspannbänder an eine besondere Rücksichtnahme auf die ABC-Schützen. Funkspots und Zeitungsanzeigen helfen mit, die Breitenwirkung dieser Maßnahmen zu steigern. Die Landesverkehrswacht hat 2006 über 400 Spannbänder neu geliefert. Schulwegunfälle - eine ständige Herausforderung Besonders schlimm sind immer wieder Unfälle, bei denen Kinder zu Schaden kommen. Gerade deshalb sind die 13.300 Schülerlotsen besonders wertvoll, die allein in Bayern Tag für Tag ihre jüngeren Kameraden vor Verkehrsgefahren an gefährlichen Straßenübergängen oder im Schulbus schützen. Zusammen mit den erwachsenen Schulweghelfern sind rund 30.100 Verkehrshelfer tätig. 12.150 Schülerlotsen und Schulweghelfer wurden 2006 in Bayern neu ausgebildet. An den von ihnen gesicherten Straßenübergängen wurde in den letzten achtzehn Jahren nicht ein einziges Kind getötet. Deshalb ist es eine der wichtigsten Aufgaben der Verkehrswachtorganisation, diesen wirksamen Schulwegdienst weiter auszubauen. Dazu gehört auch die Beschaffung von Dienstkleidung der ehrenamtlich tätigen Helfer. Für diese weithin sichtbare Warnkleidung nach EU-Norm konnten wir wieder über 9.000 Euro an Zuschüssen bereitstellen. Kooperation mit E.ON BayernSeit 2004 unterstützt E.ON Bayern die bayerischen Verkehrswachten bei der Ausrüstung von Schulwegdiensten mit Kleidung und stiftet jährlich 100 Kleidungspakete mit Jacken und Überwürfen (mit Verkehrswachtlogo) sowie Winkerkellen. Auch die Betreuung der Schulwegdienste haben die Verkehrswachten erneut maßgeblich mit über 158.000 Euro unterstützt. Auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene wurde wieder ein Schülerlotsenwettbewerb durchgeführt. Der Landesentscheid fand in Neuburg/Donau statt. Ronny Kuhles vertrat Bayern als Landessieger beim Bundeswettbewerb und belegte einen guten 6. Platz. Schüler-Verkehrserziehungs-Programm Das Testbogen-Programm, von dem alle Schüler Bayerns der 2., 4. und 6. Klassen profitieren, bleibt eine Säule des Projekts. Daneben steht gleichwertig die zentrale Medienbeschaffung: Hierbei werden die Schulen unter Beteiligung der örtlichen Verkehrswacht mit Lehr- und Lernmitteln versorgt, insbesondere Arbeitsheften, Stundenbildern und Foliensätzen für die Hand der Lehrkräfte. Allein dafür wurden über 157.000 € aufgewendet. Selbstverständlich entsprechen diese Medien den aktuellen Lehrplänen und sind mit Hilfe von erfahrenen Pädagogen der Verkehrswachten auf die jeweiligen altersspezifischen Bedürfnisse abgestimmt. Auch die Praxis kommt nicht zu kurz: Das elementare Fahrradtraining nimmt bereits in der 2. und 3. Klasse einen breiten Raum ein, es ist verbindlich vorgeschrieben und im Lehrplan verankert. Psychomotorische Übungen fördern die Beherrschung des Fahrrades und stellen eine ideale Vorbereitung auf die Radfahrprüfung dar. Wartung und Bereitstellung der Übungsräder ist vielerorts Aufgabe der Verkehrswacht; mit Transportanhängern werden die „Drahtesel“ und das erforderliche Parcoursmaterial an die Schulen gebracht. Das „Seminar Bayern für Verkehrserziehung und Sicherheitserziehung“ führte erneut eine Vielzahl von Lehrerfortbildungen durch. Dabei war die Landesverkehrswacht häufig mit eigenen Referenten vertreten. Das „Seminar Bayern“ ist weiterhin eng mit der LVW verbunden und wird von ihr geschäftsführend betreut. Dies ermöglicht die finanzielle Unterstützung durch den Bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverband. Die Vielzahl gemeinsamer Projekte zeigt, dass sich die Kooperation mit dem „Seminar Bayern“ auch 2006 gut weiterentwickelt hat. Das Programm „Ernstnehmende Verkehrssicherheitsarbeit (EVA)“ wird seit Sommer 2006 bayernweit von der LVW durch die zentrale Moderatorenvermittlung unterstützt. Das EVA-Programm erreicht mit einem primär moderierenden und nicht belehrenden Ansatz die Gruppe der Berufsschüler, deren Fahrverhalten zu signifikant höheren Verkehrstoten- und Verletztenzahlen führt. Die LVW ist in diesem Programm unterstützender Partner des Seminar Bayerns, der Berufsschulen und der Polizei, die sich um die Durchführung vor Ort bemühen. Jugendverkehrsschulen Die Zusammenarbeit von Verkehrswacht, Polizei und Schule bleibt ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Dies dokumentiert schon die Summe von über 200.000 Euro, mit der wir die Polizei in ganz Bayern mit Medien versorgen für die von ihr durchgeführte Ausbildung der Schulwegdienste, für die Vorbereitung und Durchführung der Radfahrprüfung in der 4. Jahrgangsstufe sowie für die praktische Ausbildung zum sicheren Radfahrer. Trotz großen finanziellen Engagements der Verkehrswachten konnten nicht alle gewünschten Medien beschafft werden, es wurden jedoch erneut praktisch alle Schülerinnen und Schüler am Ende ihrer Grundschulzeit durch theoretische und praktische Übungen auf den Einstieg in die Verkehrswirklichkeit vorbereitet. Im letzten Schuljahr waren dies 130.760 Kinder oder 98,9 % aller Viertklässler, die in 308 Jugendverkehrsschulen bei 16.360 Einsätzen informiert und trainiert wurden. So konnten seit Beginn der bayernweiten Radfahrausbildung, die die Landesverkehrswacht von Anfang an begleitet, über 4,1 Millionen Kinder zu verkehrssicheren Radfahrern ausgebildet werden. Neue Jugendverkehrsschulen wurden in München, Miltenberg, Vohburg, Seeg und Bad Tölz mit insgesamt 12.000 Euro der Landesverkehrswacht und insgesamt 21.400 Euro der örtlichen Verkehrswachten gefördert. Mit weiteren 47.600 Euro konnten die Landesverkehrswacht und die örtlichen Verkehrswachten „ihre“ Jugendverkehrsschulen zum Beispiel bei der Ausstattung und Ausrüstung mit Fahrrädern, Verkehrszeichen etc. vor Ort unterstützen. Jungendverkehrswachten – Verkehrskadetten In einigen Verkehrswachten sind Jugendliche aktiv, z. B. in der Jugendverkehrswacht oder als Verkehrskadetten. Eigenständige Aktionen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit gehören ebenso zu ihren Aufgaben wie die Unterstützung der Verkehrswachten bei ihren vielfältigen Maßnahmen. Die Verkehrswachten werden diese Jugendorganisationen weiter auf- und ausbauen. Die Landesverkehrswacht hat 2006 erstmals ein eigenes Förderprogramm für die Jugendarbeit der Verkehrswachten aufgelegt und die Aus- und Fortbildung wie auch besondere Aktivitäten sowie die Beschaffung der notwendigen Ausrüstung finanziell unterstützt. „Toter Winkel“ - ein Projekt für die Unterrichtspraxis Diese, seit 1998 durch die LVW betreute Aktion wird großzügig durch den Bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverband unterstützt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene verunglücken als Fahrradfahrer oft deshalb, weil sie sich im „toten Winkel“ abbiegender LKWs oder Busse bewegen und die Gefahr, in der sie sich dabei befinden, nicht erkennen. Da solche Unfälle eine besonders hohe Todesrate aufweisen, unterstützte die Landesverkehrswacht die Fahrschulen und Verkehrswachten, die vor Ort diese praxisnahen Stunden durchführen, mit über 19.600 €. Mehr als 760 Klassen konnte das Phänomen des „toten Winkels“ bei LKWs und Bussen und die damit verbundenen Gefahren beim Rechtsabbiegen des LKWs vor Ort demonstriert werden. Im Schulhof erleben die Schüler hautnah die eingeschränkten Sichtverhältnisse der LKW- oder Busfahrer. Dabei darf sich jeder Schüler auch ans LKW-Steuer setzen und selbst erkennen, dass Personen im Bereich des „toten Winkels“ nicht sichtbar sind. Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus empfiehlt diese Aktion ausdrücklich und unterstützt das Projekt. Toter Winkel im Deutschen Museum Das Verkehrszentrum des Deutschen Museums eröffnete 2006 zwei neue Hallen. Die Landesverkehrswacht ist mit einer Dauerausstellung zum Thema „Toter Winkel“ vertreten. Dabei wird der neu produzierte Film „Willi und der Tote Winkel“ sowie eine Informationstafel zum „Toten Winkel“ gezeigt. Auszüge des Films sowie weitere Informationen der Landesverkehrswacht wurden in der Kindersendung „Willi will´s wissen“ mehrfach bundesweit gesendet. Alle bayerischen Verkehrswachten und alle Fachberater erhielten den Film kostenfrei. Bei der Finanzierung und Produktion des Films wurde die Landesverkehrswacht großzügig von MAN unterstützt.
“FahrRad aber sicher“ Die Verkehrswachten organisierten 2006 Sicherheitstage für Fahrradfahrer. Dabei führten sie 36 außerschulische Veranstaltungen rund um das sichere Fahrradfahren durch. Mit „FahrRad aber sicher“ wurden erneut mehrere 10.000 Teilnehmer erreicht werden.
„Begleitetes Fahren mit 17“ Das „Begleitete Fahren mit 17“ ist eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden Angebote der Verkehrswachten für junge Fahrer, um deren Unerfahrenheit in den ersten Monaten nach dem Führerscheinerwerb, gepaart mit der jugendlichen Risikobereitschaft, durch einen Begleiter zu kompensieren. Es wurde 2006 von der Landesverkehrswacht und den örtlichen Verkehrswachten intensiv beworben. An einigen Orten fanden Vorbereitungskurse für Fahrer und Begleiter statt. Fahr- und Sicherheitstrainings Seit Einführung des Programms „Könner durch Erfahrung“ 1984 sind bisher über 367.000 Teilnehmer erreicht worden, denen die Verkehrswachten mit diesem Programm helfen konnten, die besonders gefährlichen ersten Jahre als Auto- oder Motorradfahrer unfallfrei zu überstehen. Das Könner-Programm hat bei Fachleuten wie bei Teilnehmern einen ausgezeichneten Ruf. Bei der Umsetzung des Programms wurde die Landesverkehrswacht mit ihren Kreis-, Orts- und Gebietsverkehrswachten 2006 von zuverlässigen Partnern unterstützt. Es sind dies neben dem Bayerischen Staatsministerium des Innern die BMW Group, der Bayerische Sparkassenverband und die LBS Bayerische Landesbausparkasse. Ohne das Engagement unserer Förderer wäre die Aus-, Fort- und Weiterbildung der jungen Fahrer nicht möglich. So aber konnten in über 770 Kursen mehr als 10.000 Teilnehmer trainieren. Um die hohe Qualität zu erhalten, wurden 2006 in allen Regierungsbezirken praktische Moderatorenschulungen durchgeführt. Sicherheitstrainings für PKW und Motorrad waren für die Landesverkehrswacht im vergangenen Jahr erneut ein wichtiger Aufgabenbereich. Insgesamt 149 Trainings für PKW mit 1.880 Teilnehmern sowie 38 Motorradkurse mit 520 Teilnehmern konnten von der Landesverkehrswacht und den bayerischen Verkehrswachten durchgeführt werden. Die Moderatoren treffen sich regelmäßig zu den Pflichtfortbildungen, um die Qualität dieses bayerischen Sicherheitstrainings dauerhaft auf einem einheitlich hohem Niveau zu sichern. Auch im Jahr 2006 war die Landesverkehrswacht auf der Motorradmesse IMOT präsent: Insgesamt kamen über 60.000 Besucher. Die Messebeteiligung ermöglichte erneut neben Werbung für die Fahrsicherheitsprogramme der Verkehrswacht erneut die direkte Ansprache und Verkehrsaufklärung gerade auch von jungen Motorradfahrern. Bei 13 Veranstaltungen der Aktion „junge Fahrer“ konnten Tausende junger Menschen mit wichtigen Informationen zur Verkehrssicherheit erreicht werden.
Drogen und Verkehrssicherheit Rund ein Viertel der so genannten Disco-Unfälle hat nach Einschätzung der Bayerischen Polizei mit Drogenkonsum zu tun. Die Zahl der erkannten Verkehrsteilnehmer unter Drogeneinfluss weist in den letzten Jahren extreme Steigerungsraten auf. Durch die verbesserten Erkennungsmöglichkeiten der bayerischen Polizei ist das tatsächliche Ausmaß der Drogenproblematik im Straßenverkehr deutlicher als bisher geworden. Die Arbeit der bayerischen Verkehrswachten zur Thematik Drogen und Verkehrssicherheit erlebte 2004 einen massiven Rückschlag, da die staatlichen Zuschüsse gestrichen wurden. Auf Landesebene konnte auch 2006 erneut keine Förderung der Programme für diese Zielgruppe vorgenommen werden. Die örtlichen Verkehrswachten haben unter erschwerten Bedingungen ihr Engagement fortgesetzt und mehrere hundert Veranstaltungen durchgeführt.
Sicher über 50
Für die Verkehrssicherheit der stetig größer werdende Gruppe der älteren Verkehrsteilnehmer (in Bayern sind mittlerweile 4,5 Millionen Menschen über 50 Jahre alt) haben sich die Verkehrswachten 2006 stark eingesetzt. Im Rahmen des LVW – Programms „Sicher über 50“ wurden von den örtlichen Verkehrswachten · 198 Veranstaltungen „ Ältere Menschen als Verkehrsteilnehmer“ mit 4.360 Teilnehmern sowie · 52 Veranstaltungen „Sicher am Lenkrad“ mit insgesamt 860 Teilnehmern durchgeführt. Es fand je ein zentrales Aus- und ein Fortbildungsseminar für die Moderatoren statt. Zusätzlich wurden auf Bezirksebene weitere Moderatoren fortgebildet. Für das DVW- Programm „Ältere Menschen als Fußgänger im Straßenverkehr“ fanden 73 Veranstaltungen mit insgesamt 1.610 Teilnehmern und beim Programm „Ältere aktive Kraftfahrer“ 37 Veranstaltungen mit 430 Teilnehmern statt. Zusätzlich konnten die örtlichen Verkehrswachten 26 Veranstaltungen des Projektes der Deutschen Verkehrswacht „Verkehrssicherheitstage für Senioren“ unter dem Motto „Mobil bleiben, aber sicher“ abwickeln, bei denen über 34.900 Besucher erreicht wurden. Die Wanderausstellung zur Seniorensicherheit wurde bei 19 Veranstaltungen eingesetzt. Die Aktionsgemeinschaft „Sicher über 50“ arbeitet unter Führung der Landesverkehrswacht seit mehr als 30 Jahren an einer Vielzahl von Aktivitäten zur Erhöhung der Sicherheit für ältere Verkehrsteilnehmer mit dem Ziel, eine Einstellungs- und Verhaltensänderung aller Verkehrsteilnehmer zu erreichen. Das gilt in besonderem Maße für das gute Sehen, denn nach Expertenmeinung sind 7 - 10 % aller Unfälle von Senioren auf Sehmängel zurückzuführen. Die Die Fortbildungsveranstaltungen für Verkehrsrichter und Verkehrsstaatsanwälte Im Juli 2006 führte die
Spannbandaktionen
Die bayrischen Verkehrswachten weisen mit Spannbändern öffentlichkeitswirksam auf wichtige Aspekte der Verkehrssicherheit hin. Die Schulwegsicherheit wird mit über 1500 Spannbändern zum Thema auf Bayerns Straßen gemacht und über die Sicherheitswirkung von Winterreifen informieren rund 620 Spannbänder. Plakataktionen
2006 hat sich die Landesverkehrswacht auf den 1.340 Großplakatflächen an den Bundes- und Staatsstraßen in Bayern sowie in zahlreichen öffentlichen Gebäuden erneut mit 6 Motiven an die Öffentlichkeit gewandt. Im Januar und Februar warnte das Motiv „Eiskalt erwischt“ die Fahrer vor Glätte und den Gefahren des Winters. Mit dem Plakat „Safety first“ (März und April) wurden die Verkehrsteilnehmer auf die beginnende Motorradsaison aufmerksam gemacht und Motorrad- wie auch PKW-Fahrer zu Vorsicht und Rücksicht ermuntert. Mit der Plakataktion „Besser sicher(n)“ richteten sich die Verkehrswachten einen Appell an die Verkehrsteilnehmer, die Ladung in ihren Fahrzeugen sicher zu verstauen. Am Jahresende wurden mit dem Plakat „Dämmert´s?“ ein wichtiger Impuls zum rechtzeitigen Einschalten des Lichts viele tausendmal an die Verkehrsteilnehmer gesandt. Zum Schuljahresbeginn im September wies, wie auch in den Vorjahren, das bewährte Plakat „Bremsbereit uns zuliebe“ der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule - sicher nach Hause“ die Autofahrer auf die Schulkinder hin. Die Aktionsgemeinschaft „Sicher über 50“ warb mit dem aktualisierten Plakat „Kavalier…auch im Straßenverkehr!“ für ein entspanntes und partnerschaftliches Verhalten im Straßenverkehr und machte zugleich auf die älteren Verkehrsteilnehmern im Straßenverkehr aufmerksam. Bilanz 2006
Der aufgrund der Kürzungen staatlicher Zuwendungen in den Jahren 2004 und 2005 niedrigere finanzielle Rahmen wirkte sich auf die Aktionsmöglichkeiten der Verkehrswachten aus. Trotz erheblicher Anstrengungen und des erneuten Einsatzes von finanziellen Reserven konnten nicht alle Programme im gewünschten Rahmen fortgeführt werden. Die LVW hat ihr seit Jahren praktiziertes striktes Kostenmanagement auch 2006 fortgesetzt und den Aufwand der Geschäftsstelle weiter reduziert. Erneut fanden keine Frühjahrsbezirksversammlungen mehr statt, was die Qualität der Verkehrswachtarbeit natürlich beeinträchtigt. Die Landesverkehrswacht hat sich 2006 besonders um die Intensivierung der Arbeit im vorschulischen Bereich sowie der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit bemüht. Bei den Verbandstreffen stand daher die Verkehrssicherheitsarbeit für Kinder im Mittelpunkt. Projekte der Deutschen Verkehrswacht, die die Landesprogramme sinnvoll ergänzen, wurden intensiv beworben, um den Wegfall von Landesmitteln wenigstens zum Teil auffangen zu können. Bei den Fachberatern für Verkehrserziehung, im Seminar Bayern und bei der Ausbildung der Verkehrserzieher und der Sachbearbeiter Verkehr der Polizei haben die Verkehrswachten ihre vielfältigen Aktivitäten kontinuierlich präsentiert und für ihre Arbeit geworben. Mit den bayerischen Ministerien des Innern sowie für Unterricht und Kultus fand ein regelmäßiger fachlicher Austausch statt. Drei Projektleiter und eine Projektleiterin sind als freie Mitarbeiter für die Bereiche Vorschule, Schule, Fahrprogramme und Senioren tätig. Unter den erschwerten Bedingungen ließ sich der Service für die Verkehrswachten in etwa aufrechterhalten. Die Homepage (www.verkehrswacht-bayern.de) und der E-Mailservice wurden weiter ausgebaut. Mit viel Einsatz und Engagement konnten die Mitarbeiter manche Konsequenzen der Kürzungen auffangen und abmildern. Dafür gebührt ihnen großes Lob und besondere Anerkennung. Der Freistaat Bayern förderte die Arbeit der Landesverkehrswacht und der örtlichen Verkehrswachten 2006 mit Gesamtzuwendungen, einschließlich der notwendigen Medien für die Polizei, in der Höhe von 557.400 Euro durch das Innenministerium. Für das in unsere Tätigkeit gesetzte Vertrauen wollen wir an dieser Stelle unseren Dank aussprechen. Die Zuschüsse aus Bundesmitteln betrugen im Jahr 2006 117.200 Euro. Der Gemeindeunfallversicherungsverband hat uns in diesem Jahr mit 177.000 Euro unterstützt. Das Programm „Könner durch Er-fahrung“ wurde von der BMW Group mit umfangreichen Materialien und einem neuen BMW (für die Verlosung unter den Teilnehmern) großzügig unterstützt. Von der Landesbausparkasse wurde das Programm mit 6.000 Euro und vom Sparkassenverband mit 8.800 Euro gefördert. Dazu kamen Eigenmittel in Höhe von über 364.000 Euro, die sich aus Mitgliedsbeiträgen, zweckgebundenen und freien Spenden sowie sonstigen Einnahmen zusammensetzen. Darüber hinaus ist es der Unsere finanzielle Basis ermöglichte es uns, 2006 die Auswirkungen der sinkenden Zuwendungen für die Verkehrswachten in Teilen abzumildern. Zuwendungskürzungen größeren Ausmaßes und anhaltender Dauer werden jedoch zu weiterer Reduzierung und Einstellung von Projekten führen und damit zur Verringerung der Verkehrssicherheit. Bewährtes soll in gewohnter Weise fortgesetzt werden. Die bayerische Verkehrswachtorganisation ist aus eigenem Antrieb einer ständigen Qualitätsprüfung und der Offenheit für neue Entwicklungen verpflichtet. Hierbei ist vor allem an die besonders gefährdete Gruppe der jungen Fahrer zu denken sowie an den steigenden Anteil von Senioren, die auch im vorgerückten Alter aktive Verkehrsteilnehmer bleiben werden. Uns ist bewusst, dass auch in Zukunft erhebliche finanzielle Mittel nötig sein werden, um eine kontinuierliche Verbesserung der Verkehrssicherheit zu erreichen. Es kann sicherlich nicht im Interesse des Staates sein, wenn wichtige und nachweislich erfolgreiche Verkehrssicherheitsprojekte wegen zu geringer Finanzmittel eingeschränkt oder gar völlig aufgegeben werden müssen. Jede Verringerung unserer Verkehrssicherheitsarbeit bedingt eine Erhöhung der Gefahren für die Verkehrsteilnehmer und dadurch auch eine Steigerung der volkswirtschaftlichen Kosten durch die Zunahme von Unfällen. Dies zu verhindern, wird auch in Zukunft die wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe der Landesverkehrswacht Bayern und aller bayerischen Verkehrswachten sein. Verantwortung im Geschäftsjahr 2006 trugen:
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