| „rasen tötet“ heißt das neue Plakat, das die Landesverkehrswacht
Bayern in Zusammenarbeit mit den Berufsgenossenschaften der
Bauwirtschaft und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat im Januar und
Februar 2004 an über 1300 Großplakatflächen an den Bundes- und
Staatsstraßen in Bayern sowie in zahlreichen öffentlichen Gebäuden
präsentiert. Ein Verkehrstoter hinterlässt Familien, Freundeskreise,
Kollegen, Bekannte ... . In Bayern war dies 2002 1280 Mal der Fall. Fast
jeder ist in seinem Leben bereits von einem solchen Verlust getroffen
worden. Mit der Plakataktion „rasen tötet“ benennt die
Landesverkehrswacht knapp und eindeutig die drastischste Konsequenz, die
zu schnelles Fahren haben kann. Aus gutem Grund. Denn: Jeder sechste
Personenschaden im Straßenverkehr ist auf „nicht angepasste
Geschwindigkeit“, d.h. zu schnelles Fahren zurückzuführen. Alarmierende
Zahlen belegen das hohe Risiko: In Bayern gab es 2002 61.041
Personenschäden im Straßenverkehr, davon 10.444 aufgrund von nicht
angepasster Geschwindigkeit. Die Bayerischen Unfallkommissionen haben
festgestellt: 40% der schweren Unfälle auf Bundesstraßen und 30% der
schweren Unfälle auf Staatsstraßen sind auf zu hohe Geschwindigkeiten
zurückzuführen. Das Plakatmotiv wurde in einem Wettbewerb unter
Werbefachschülern ermittelt. Die Idee und die Gestaltungsgrundlage
stammen von Frau Edith Nelsen. |