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Am 5. Oktober wurde der Bayerische
Verkehrssicherheitspreis 2006 von der Landesverkehrswacht Bayern und der
Versicherungskammer Bayern vergeben. Im Rahmen einer Feierstunde in den
Räumen des TÜV-Süd übergab Staatssekretär Georg Schmid den ersten Preis
an den Bayerischen Elterverband e.V. (BEV). Der BEV hatte durch
kontinuierliche Verkehrsarbeit auf sich aufmerksam bemacht, denn seit 10
Jahren engagiert sich der Verein in vielseitigen Projekten für die
Verkehrssicherheit. Walter Lechner, Vorstandsmitglied der
Versicherungskammer Bayern zeichnete die zweiten und dritten Preisträger
aus. Die Staatliche Berufsschule Schwandorf hatte sich mit Aktionstagen
für die Schüler der 11. und 12. Klassen den zweiten Platz gesichert. Mit
zahlreichen Aktionen wie Trainings im Fahrsimulator, Kursen zu den
Unfall-Sofortmaßnahmen, Vorträgen und
Tipps in der Pannenhilfe werden die Schüler jedes Jahr für die Gefahren
im Verkehr sensibilisiert.
„Gerade Jugendliche im Alter von 18 bis 14 Jahren
neigen im Verkehr zu hoher Risikobereitschaft und sie gehören zu
denjenigen Verkehrsteilnehmern, die oftmals in schwere Unfälle
verwickelt sind. Dem muss man entgegenwirken!“, so Lechner in seiner
Ansprache.
Den dritten Platz erhielt die Kreisverkehrswacht Coburg für ihr Projekt
„alkfrei-billiger-sicherer“. Dieses Projekt fokussiert den Alkoholkonsum
in der Gastronomie und appelliert in zahlreichen Einzelaktionen für
einen verantwortungsbewussten Umgang mit alkoholischen Getränken seitens
der Wirte und Verbraucher.
Anerkennungspreise für besondere Leistungen
erhielten darüber hinaus Marlene Schlund für die Schaffung von
Standfiguren von Verkehrsunfallopfern, sowie die Verkehrspolizei
Augsburg für ihr langjähriges Engagement.
Starkes Engagement
1997 wurde die Auszeichnung um den
Bayerischen Verkehrssicherheitspreis von der Landesverkehrswacht Bayern
e.V. und die Versicherungskammer Bayern ins Leben gerufen. Der mit 7.500
Euro dotierte Preis wurde dieses Jahr bereits zum 9. Mal vergeben.
Der Wettbewerb richtet sich an
Einzelpersonen und Gruppen, die sich mit Kampagnen und Medienbeiträgen
für die Verkehrssicherheit eingesetzt haben.
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1. Preis
Bayerischer Elternverband (BEV)
Der BEV hat sich seit 1968
auch für die Verkehressicherheit mit eingesetzt.
U.a. mit größeren Aktionstagen zur Verkehrssicherheit und mit der (Mit-)Durchführung
des Festivals der Polizeipuppen hat der BEV sich um die
Verkehrssicherheit besonders verdient gemacht.
Das der BEV sich immer wieder ehrenamtlich für die Verkehrssicherheit
einsetzte und dabei immer am Ball blieb, war für die Jury
ausschlaggebend.
2. Preis
Staatliche Berufsschule Schwandorf
Die Staatliche Berufsschule
Schwandorf führt engagiert seit Jahren mehrere Aktionen zur
Verkehrssicherheit im Rahmen von Verkehrserziehungswochen durch, bei
denen verschieden Verkehrssicherheitaspekte für die Berufsschüler
anschaulich vermittelt werden.
Da die Verkehrserziehung an Berufsschulen besonders wichtig ist und
gerade verlässliche Einbindung/jährliche Durchführung in den Schulalltag
das Thema präsent hält, wird der Staatlichen Berufsschule Schwandorf der
zweite Preis verliehen, da ihr dies besonders gut gelungen ist.
3. Preis
Kreisverkehrswacht Coburg
Mit der Aktion „alkfrei-billiger-sicherer“
thematisiert die Kreisverkehrswacht Coburg seit 2004 das Thema Alkohol
und Verkehrssicherheit und hat dabei gleich mehrere Erfolge langfristig
vorzuweisen:
Zum einen hat die Verkehrswacht Coburg durch diese Aktion dafür gesorgt,
dass in Gaststätten alkoholfreie Getränke verlässlich billiger angeboten
werden als alkoholische. Zum anderen hat sie durch geschickte
Öffentlichkeitsarbeit das Thema über mehre Wochen und Monate in den
Medien verankert und so ehrenamtlich erheblich zur Verkehrssicherheit
beigetragen.
Anerkennungspreise
Die Jury hat 2 gleichwertige
Anerkennungspreise zusätzlich vergeben:
a) An Marlene Schlund
Die von Frau Schlund geschaffenen lebensgroßen Standfiguren von
Verkehrsunfallopfern personalisieren die Verkehrsunfallstatistik und
machen eindringlich die persönlichen Schicksale eines jeden
Verkehrsunfalls deutlich. Die gewählte Anspracheform erscheint der Jury
gut geeignet, die überlebenswichtige Thematik der Verkehrssicherheit zu
vermitteln.
b) An Verkehrspolizei
Augsburg, Abteilung Verkehrsaufklärung:
Die Verkehrspolizei Augsburg, Abteilung Verkehrsaufklärung engagiert
sich weit über das berufliche geforderte Maß hinaus und bringt immer
wieder neue Ideen und Projekte auf den Weg. Die Abteilung liefert gute
Konzepte, motiviert Schulen und Schülergruppen und unterstützt die
Arbeit der Verkehrswacht und anderer Organisationen für mehr
Verkehrssicherheit und führt selbst eine ganze Reihe von Aktivitäten zur
Verringerung der Verkehrsunfälle durch.
Die Jury würdigt mit dem
Anerkennungspreis das besondere, langjährig Engagement der Profis. |