Aktuell

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Am 10. September 2019 beginnt das neue Schuljahr und rund 115.000 Kinder machen sich in Bayern erstmals auf den Weg zur Schule. Auf sie kommen viele neue Aufgaben zu. Bevor es aber mit der Schule losgeht, muss erst der Schulweg gemeistert werden. Und das ist gar nicht so leicht. 

Jeder Schulweg sieht anders aus. Eines gilt aber für alle neuen Wege, egal ob diese zu Fuß, per Bus oder mit dem Auto bewältigt werden: Eltern - oder andere Verantwortliche - sollen mit den Kindern den sicheren Schulweg üben - vor dem ersten Schultag - und auch danach viel für die Sicherheit ihrer Kinder tun, denn jeder Schulweg soll sicher sein. Die letzten beiden Wochen der Sommerferien bieten sich an, um den Kindern die Besonderheiten auf ihrem Schulweg zu zeigen, Verkehrssituationen durchzusprechen und richtige Verhaltensweisen einzustudieren. 

Die Landesverkehrswacht Bayern empfiehlt:  

Auswählen:

Wählen Sie den sichersten Schulweg aus! Oft lohnt ein kleiner Umweg, z.B. wenn dadurch Ampeln oder von Schülerlotsen betreute Wege genutzt werden können. 

Vormachen:

Gehen Sie den ausgewählten Weg vor dem ersten Schultag mit dem Kind und erklären Sie schrittweise ihr demonstrativ vorbildliches Verhalten. Gehen Sie den Weg zu der Tageszeit und an einem Wochentag an dem auch das Kind zur Schule unterwegs sein wird. 

Lernen lassen:

Lassen Sie ihr Kind unter ihrer Aufsicht selbständig Lösungen und Verhaltensweisen vorschlagen. Unterstützen Sie das Kind mit Lob. Korrigieren Sie mit Geduld und geben Sie ein gutes Beispiel.

Üben:

Üben Sie den richtigen Weg und das richtige Verhalten mehrfach vor dem ersten Schultag.      

Überprüfen:

Bevor das Kind alleine zur Schule geht, achten Sie darauf ob es: 

- am Bordstein immer anhält,

- den Blickkontakt mit dem Fahrzeugführer sucht,

- das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer berücksichtigt,

- die eigene Absicht deutlich anzeigt,

- die Geschwindigkeit von Fahrzeugen abschätzen kann. 

Zeit lassen:

Schicken Sie ihr Kind immer so rechtzeitig auf den Weg, dass es ihn in Ruhe bewältigen kann, auch wenn mal etwas dazwischen kommt. 

Sich sehen lassen:

Die Kinder sollen so angezogen sein, dass sie auch bei schlechtem Wetter gut von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden können. 

Sicher fahren und sicher aussteigen lassen:

Wenn Sie Ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen oder von der Schule abholen, muss für jedes einzelne Kind ein geeignetes Rückhaltesystem vorhanden sein. Parken Sie so, dass Ihr Kind sicher die Schule erreichen kann und keine anderen Kinder gefährdet werden. Der kürzeste Weg zum Schulhaus ist nicht immer der sicherste.

Mit dem Fahrrad erst nach bestandener Fahrradprüfung:

Der Schulweg mit dem Fahrrad ist besonders gefährlich. Lassen Sie Ihr Kind erst mit dem Fahrrad alleine in die Schule fahren, wenn es die Fahrradprüfung erfolgreich bestanden hat.

Der diesjährige Landesentscheid der bayerischen Schülerlotsen fand am 19.07.2019 auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei in Königsbrunn statt. Dabei ermittelten 14 Schülerlotsen aus allen bayerischen Regierungsbezirken ihren "Bayerischen Meister". Landessieger wurde Sebastian Schinagl von der Verkehrswacht Berchtesgadener Land in Oberbayern. Den zweiten Platz belegte Niklas Kaspar von der Verkehrswacht Freyung-Grafenau (Niederbayern). Dritter Sieger wurde Marc Wichmann von der Verkehrswacht Mindelheim (Schwaben). Der Landessieger vertritt Bayern nun beim Bundesentscheid in Berlin, der am 20/21. September stattfinden wird.

Die Wettbewerbsdurchführung lag in den Händen der Landesverkehrswacht Bayern. Für die Ausarbeitung und Gesamtleitung zeichneten sich die Vizepräsidenten der Landesverkehrswacht Bayern (LVW), Wolfgang Gerstberger und Peter Starnecker, verantwortlich. Am Vormittag wurden die Teilnehmer und Gäste von Herrn Polizeidirektor Thomas Fichtner in den Räumer der Bereitschaftspolizei Königsbrunn begrüßt. Im Anschluss stellte LVW-Vizepräsident Peter Starnecker den Ablauf des Wettbewerbtages vor. Nach einem theoretischen Prüfungsteil galt es im Praxisteil das eigene Reaktionsvermögen zu testen. Anschließend folgten Entfernungs- und Geschwindigkeitsschätzungen bei herannahenden Fahrzeugen. Damit verbunden war auch die Frage nach dem Anhalteweg eines Fahrzeuges auf nasser Fahrbahn. Bei ihrem täglichen Einsatz werden Schülerlotsen und Schulweghelfer gerade bei diesen Verkehrsabläufen immer wieder besonders gefordert.

Die Siegerehrung am Nachmittag führte LVW-Vizepräsident Wolfgang Gerstberger, mit den anwesenden Ehrengästen im Rahmen der Feierstunde durch. Eine besondere Ehre für die besten bayerischen Schülerlotsen war es, dass zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und dem öffentlichen Leben Grußworte sprachen; Frau Ministerialdirigentin Elfriede Ohrnberger (Bayer. Staatsministerium für Unterricht und Kultus); Herr Regierungsschuldirektor Richard Steurer (Regierung von Schwaben) und Herr Polizeivizepräsident Markus Trebes (Polizeipräsidium Schwaben Nord). Die Auszeichnung des diesjährigen Landessiegers nahm schließlich Frau Ministerialdirgentin Elfriede Ohrnberger vor. Sie lobte das hohe ehrenamtliche Engagement aller aktiven Verkehrshelfer in Bayern. Rund 30.000 Menschen engagieren sich in Bayern ehrenamtlich für die Sicherheit der Schüler auf dem täglichen Weg zur Schule und nach Hause. Wolfgang Gerstberger, dankte abschließend der Bereitschaftspolizei Königsbrunn für die Vorbereitung und Unterstützung bei der Ausrichtung des Landesentscheids. Ein weiteres Dankeschön ging an die zahlreichen Sponsoren (Philip Puls - TÜV SÜD AG; Katja Seßlen - Kommunale Unfallversicherung Bayern; Martin Schomanek - Verkehrswacht Augsburg und allen örtlichen Sponsoren) für die tatkräftige Unterstützung bei der Ausrichtung und Durchführung des Wettbewerbes.

 

landesentscheid 19

v.l.: Philip Puls, Katja Seßlen, Marc Wichmann, Wolfgang Gerstberger, Markus Trebes, Sebastian Schinagl, Elfriede Ohrnberger, Niklas Kaspar, Richard Steurer, Thomas Fichtner, Peter Starnecker

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