Altenkunstadt: Der Vizepräsident der Landesverkehrswacht Bayern, Udo Skrzypczak, und die Partner der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ starten die bayernweite Aktion für das Schuljahr 2026/2027 an der Grundschule Altenkunstadt im Landkreis Lichtenfels (Oberfranken). Über 132.000 ABC-Schützen machen sich seit vorgestern erstmals auf den Weg zur Schule. Die Verkehrsteilnehmenden sollten gerade jetzt verstärkt auf Schulkinder achten und im Umfeld von Schulen stets besonders wachsam, ständig bremsbereit und niemals zu schnell fahren.
Für viele Schulkinder bedeutet der Beginn der Schulzeit auch, einen Weg erstmals ohne die vertraute Begleitung von Eltern oder Verwandten zurückzulegen. Der Landesverkehrswacht Bayern, den Aktionsträgern der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ sowie der Bayerischen Staatsregierung ist es ein besonderes Anliegen, diesen Weg sicher zu gestalten. Jeder Schulweg sieht anders aus. Deshalb empfehlen die Aktionsträger den Schulweg zu üben und auf gut sichtbare Kleidung zu achten. Die Aktion ,Sicherheit durch Sichtbarkeit‘ der Landesverkehrswacht Bayern und der AOK Bayern leistet dazu einen wertvollen Beitrag. Dazu Udo Skrzypczak: „Die Kinder sollen so angezogen sein, dass sie auch bei schlechtem Wetter gut von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden können. Daher statten wir die Erstklässler mit freundlicher Unterstützung durch die AOK Bayern zu Beginn der Herbstferien mit reflektierenden Sicherheitsüberwürfen aus um ihre Sichtbarkeit im Straßenverkehr gerade auch bei Dunkelheit zu erhöhen und so Unfälle zu vermeiden. Ich bedanke mich bei Christian Grebner von der AOK für diese tolle Kooperation.“ Christian Grebner, Direktor der AOK Coburg-Lichtenfels, ergänzt: „Die ersten Schultage markieren für viele Kinder den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Umso wichtiger ist es, dass sie sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen. Gemeinsam mit unserem Partner, der Landesverkehrswacht Bayern, setzen wir deshalb auf das Prinzip ‚Sehen und gesehen werden‘ und statten die Abc-Schützen mit reflektierenden Sicherheitsüberwürfen aus. So leisten wir einen wichtigen Beitrag zu mehr Sichtbarkeit im Straßenverkehr und zu einem sicheren Schulweg für unsere Kinder.“
In den Grußworten von Regierungsvizepräsident Thomas Engel (Regierung von Oberfranken) und Polizeivizepräsident Florian Mayer aus dem Polizeipräsidium Oberfranken, wurden die vielfältigen Aktionen und Maßnahmen zum Schuljahresbeginn vorgestellt. Im anschließenden Podiumsgespräch betonte LVW-Präsident Udo Skrzypczak, wie wichtig und wertvoll die tägliche Arbeit der vielen ehrenamtlichen Schulweghelfern und Schülerlotsen ist. Seit 1953 gibt es in Deutschland das Erfolgsmodell Schülerlotsendienst. Engagieren kann sich Jeder, dem die Sicherheit unserer Schulkinder wichtig ist. Anmeldung ist bei der Schule, der Kommune, der Polizei oder der Verkehrswacht möglich.
Hubert Schröder aus dem Innenministerium, verwies auf die unverzichtbare Rolle der Eltern bei der sicheren Bewältigung des Schulweges: „Im laufenden Jahr 2026 ereigneten sich von Anfang Januar bis Mitte September bereits wieder über 400 Schulwegunfälle, bei denen über 480 Kinder verletzt wurden. Auch zwei tödliche Schulwegunfälle haben sich tragischerweise ereignet. Als Mitträger der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ bitten wir alle Eltern ihren Kindern durch ein kindgerechtes Schulwegtraining, durch einen rechtzeitigen Start am Morgen und die Prüfung der Übernahme eines örtlichen Schulweghelfer- oder Schulbusbegleiterdienstes bei der Bewältigung dieser neuen Herausforderung zu helfen“.
Stefanie Martin aus dem Kultusministerium ergänzt: „Unser Ziel ist es, dass alle Schülerinnen und Schüler sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen. Deshalb ist die Verkehrserziehung ein fester Bestandteil unseres Unterrichts in allen Jahrgangsstufen der Grundschule. Darüber hinaus ist die Schulwegsicherheit eine wichtige Gemeinschaftsaufgabe von Schule und Elternhaus. Gemeinsam machen wir den Schulweg für unsere Kinder sicher.“
Die Kommunale Unfallversicherung (KUVB) als Träger der gesetzlichen Schüler-Unfallversicherung und Gründungsmitglied der Gemeinschaftsaktion gibt Tipps zum Schulstart. Wichtig für alle Eltern und Lehrkräfte zu wissen: Vom ersten Schultag an sind die Schulkinder auf dem Hin- und Rückweg sowie in der Schule gesetzlich unfallversichert. Ob ihr Kind beim Sportunterricht hinfällt, auf dem Schulweg vom Fahrrad stürzt oder bei einer Rangelei auf dem Pausenhof verletzt wird - es ist grundsätzlich ein Fall für die gesetzliche Unfallversicherung. Die trägt die Kosten für die medizinische Behandlung wie Arzt und Krankenhaus, Medikamente und Rehabilitationsmaßnahmen. Wichtig ist, dass Unfälle schnell der KUVB gemeldet werden. Das übernimmt normalerweise automatisch die Schule. Katja Seßlen, Expertin für Verkehrssicherheit bei der KUVB, betont: „Nicht nur zu Beginn des Schuljahres sollten Eltern vor allem darauf achten, den Schultag mit ihren Kindern ganz in Ruhe und gut vorbereitet zu beginnen. Das gibt dem Kind Sicherheit. Aus Hektik entstehen viele Unfälle. Zum Thema Verkehrssicherheit auf dem Schulweg finden Sie übrigens Materialien auf unserer Homepage www.kuvb.de“.
Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurden von den anwesenden Ehrengästen an alle Schulkinder der ersten Klassen die reflektierenden Sicherheitsüberwürfe verteilt.





